Wie funktioniert eine Online-Schülerzeitung?

3.5/5 (4)
3.5/54

Arbeit in der Klasse – nicht in einer AG?
Das „ neue“ Volltreffer-online-Team ist momentan wieder eine 7M (mittlere Reife-Klasse). Alles ist neu, „Realschul-Niveau“, mehr Selbständigkeit, mehr Lernfleiß, …..
Und da auch noch die Arbeit an einer Schülerzeitung?
Fast kein Problem, wenn es aus dem Unterricht oder Teil des Unterrichts ist:
Eine Erzählung aus dem Deutschunterricht wird zur heiteren Gruselgeschichte, in Episoden zum Mitschreibroman.
Ein kleiner Bericht zur Erkundung „ Schulden-Nein Danke!“ (Link), dann im Dialog „Fragen und Antworten“ üben, das dann als „Podcast“ mit verteilten Rollen als mp3 aufnehmen, usw.
ABER auch das will alles erst gelernt werden. Einen Podcast aufnehmen, wenn die ganze Klasse im Klassenzimmer anwesend ist? Lacher bei jedem Versprecher? Tontechnik, wie wird das Mikrophone platziert, damit alle gut zu verstehen sind,… das Programm „Audacity“ bedienen, aussteuern, als mp3 exportieren, usw.
Dass das für Außenstehende nicht unbedingt verständlich ist, erlebten wir beim Besuch eines Redakteurs der Augsburger-Allgemeine, der diese Plattform www.ver-link-dich.com vorstellen sollte (hier der Artikel..) Er fragte immer wieder die 7.Klässlerinnen, „was macht ihr auf dieser Plattform?“.
Dabei lernen die erst, was es heißt eine Schülerzeitung-online zu machen.
Die Plattform „ver-link-dich.com“ wurde von der ehemaligen online- Mannschaft (10.Klässler mit 4 Jahren Erfahrung) erstellt und funktioniert nur, wenn andere mitmachen.
(Mark Zuckerberg hat „Facebook“ nur gestartet, die Nutzer sind für die Einträge zuständig. Entschuldigung, soll nicht überheblich sein, der Vergleich kam von dem AZ-Redakteur).
Ich glaube, kein Redakteur einer Zeitung (online o. Pint) kann ohne Ausbildung auch nur den kleinsten Artikel veröffentlichen. Vor allem das größte Problem sind die Leser, „Kunden“, die sehr kritisch urteilen.
Eine „Papier-Zeitung“ o. E-Paper hat einen „begrenzten“ Leserkreis, eine online-Zeitung?
Den großen Zeitungen laufen die Print-Kunden davon, weil jeder sofort wissen will, wie der FC-Augsburg in Belgrad gespielt hat. Da werden schon Systeme eingesetzt, dass Kunden für Online-Artikel zahlen müssen. Schwierig, wenn auf anderen Seiten die Info kostenlos ist. Da muss mit Qualität gepunktet werden. EPaper wird mit Top Angeboten von iPad & Co. angeboten.
Überall wird ständig gemessen, wieviel verkaufte Ausgaben, wieviel Klicks, Downloads?
In diesem Zusammenhang sollte man vielleicht auch reflektieren, dass auch an Gymnasien die Top-Artikel und Internet-Beiträge von den „Großen“ Ausnahmen kommen. Oft sind das dann schon Berufsambitionen von 10. o. 11.Klässlern.
Entschuldigung, es geht wirklich nur um den Erfolg. Ein Artikel, den niemand liest? Ein Bild, ein Video, das keiner sehen will?

Bewerte bitte den Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.